Ungerecht oder Schicksal?????

Wer kennt nicht solche Tage, wo einem einfach alles total fies vorkommt. Manchmal ist die Welt doch ungerecht? Jeden ist es schon mal zu ergangen. Auch mir!!! Ich verlor mein Kleines in der 11. Woche. Nicht leicht sowas für eine Frau. Vorallem wenn man es jahrelang versucht und nun hat du den positives Test in deinen Händen. Dein Herz macht Luftsprünge und du auch. Natürlich wird gleich ein Termin gemacht und selbst da freust du dich drauf, dein kleines zu sehen. Jeder Moment ist wunderbar und man konnte die Welt umarmen. Doch nicht immer lief alles glatt. Übelkeit erschwerten den Tag ins Leben. Und diese Müdigkeit mal ganz vergessen. Jeder in deiner Umgebung freut sich mit dir. Man fiebert schon den nächsten Termin entgegen und die Zeit kommt einem wie eine Ewigkeit vor. Und dann kommt der Moment. Du siehst das kleine Wesen, das wieder gewachsen ist und es erfüllt einem mit stolz. Man bekommt das erste Bild nach Hause. Dies wird natürlich gleich jedem gezeigt. Wie es die letzen Wochen auch war, muss man ständig das WC aufsuchen. Gut, ist ja nix dabei. Außer das Blut. Sofort schrillen deine Alarmglocken und das Herz wird schwer. Du gehst ins Krankenhaus. Dort werden zahlreiche Untersuchungen gemacht. Aber alles ist in Ordnung. Das kleine ist da. Ein Stein fällt dir vom Herzen. Nun heißt es Bett hüten. Ein Tag ist überstanden und jeder weitere Tag bringt dich deinem Ziel näher. 4 Tage später ist man blass. Man bekommt schwere Krämpfe und sofort alarmiert man die Schwester. Doch ihr Gesichtsausdruck sagt einem alles. Man war mir zu heulen zu Mute. Doch der Funken Hoffnung blieb. Schnell kommt der Arzt und bittet dich ins Untersuchungszimmer. Doch schon da wird einem klar. Es ist aus. Das schlimmste Tag in deinem Leben ist gekommen. Das Blut lief an den Beinen herab und man konnte nur schnell handeln. 5 Minuten später ist es vorbei. Ein letzes Ultraschall wird gemacht. Gespannt starrte ich drauf. Doch ich sah nix. Mein Herz ist schwer. Die Luft wich aus meiner Lunge und ich starrte den Arzt an. Der sagte mir nun die schreckliche Wahrheit. Ich schaute das Bild an und es war nix mehr da. Mein Kleines ist weg. Als wäre nie etwas da gewesen. Als wäre ich nie schwanger gewesen. Die Sicht verschwamm und ich konnte nicht mehr. Auf den Flur schaute ich meine Mum an und ich fiel in mir zusammen. Alles brach aus mir raus. Der Schmerz, die Wut auf einem Selbst und dem Arzt. Tausend Fragen schießen augenblicklich durch den Kopf. Ich ging ins Zimmer. Ich war wie eine leere Hülle, die noch laufen konnte. Der Gedanke daran war nicht zu ertragen. Der Ehemann war so schnell da und schaute mich an. Auch er konnte nur Erahnen was gesehen war. Ich fiel ihn in die Arme. Ich heulte und hörte nicht mehr auf. Den Rest lies ich einfach über mich ergehen. Wie als wäre ich Luft. Als wäre ich leer. Nix mehr war wie vorher. Doch wie erklärt man sowas dem Rest der Familie? Den Freunden? Verstehen die es.... Dies hilft mir ein bisschen hinweg über den Schmerz und der Trauer.

28.8.14 15:26

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